Trainingsprinzipien

Wir haben das Gute im Blick und belohnen es. Statt Fehler zu suchen, darauf zu warten, zu provozieren um dann zu bestrafen, lernen wir erwünschtes Verhalten zu sehen und zu verstärken. Denn vor jedem unerwünschten Verhalten verhält sich der Hund erwünscht". Ob und wie bei „Fehlern“ reagiert werden sollte, ist ebenfalls Lerninhalt.
 

Sie lernen, u.a. wann der richtige Moment für den Einsatz von positiver Bestärkung und Motivation ist und wie Sie Ihren Hund optimal belohnen können. Wir arbeiten nach wissenschaftlichen begründeten Lernprinzipien, nicht nach Methoden oder starren Konzepten. 
 

Der Umgang mit dem Hund ist nicht „antiautoritär“. Positives Training bedeutet nicht, dass der Hund immer und überall machen kann, was er will. Bedürfnisse und Verstärker (=Belohnung) erkennen lernen, Management geschickt und sinnvoll einzusetzen, sind wichtige Bestandteile für erfolgreiches Lernen. Begrenzen gehört zum Lernen dazu. Grenzen werden zuerst durch das Aufstellen von Regeln gesetzt. Regeln sind Aufgaben in einem bestimmten Kontext. Sie müssen erklärt, verstanden, erlernt sein und eingeübt werden. Das braucht Zeit. Kluges Management, Wissensvorsprung, der Aufbau alternativer Verhaltensweisen und freundliche, sinnvolle Konsequenz sind wichtige Bestandteile in diesem Lernprozess. Auch ein „nein“ ist eine Aufgabe für den Hund und muss so vermittelt werden, dass der Hund verstehen kann, was gemeint ist. Und wir müssen verstehen, dass „nein“ dem Hund noch nicht sagt, was richtig ist. Auch hier muss zuerst der Mensch lernen. 
 

Begrenzt wird auch durch kluges Management, wie zum Beispiel durch die Leine. Lohnt sich eine Begrenzung für den Hund, wird er die Aufgabe in diesem Kontext immer öfter zeigen, auch von sich aus. So kann der Hund lernen, dass Begrenzungen auch Vorteile bringen und kann lernen, sie gern zu respektieren.
 

Lohnt sich die Begrenzung für den Hund nicht, entsteht mehr oder weniger Frustration. Jeder Hund geht damit unterschiedlich um. Frustrationstoleranz und Impulskontrolle kann nur bis zu einem individuellen Maß erlernt und erweitert werden. Was für einen Hund einfach ist, kann für den anderen Hund eine sehr hohe Anforderung sein. Erkennt der Mensch diese Fakten bei seinem Hund nicht, wird er unter Umständen ungünstig agieren. Das kann schnell zu unerwünschten Lernergebnissen führen. Aus diesem Grund werden bei HUNDUM® die Übungen individuell den Möglichkeiten des Hundes angepasst, ohne die Weiterentwicklung außer Acht zu lassen. Jeder Hund sollte lernen dürfen, wie er frustrierende Situationen so positiv wie möglich für sich und seine menschliche Umgebung lösen kann. Der Mensch lernt, die Möglichkeiten seines Hundes wahr zu nehmen und ihm die benötigte Hilfestellung und Anleitung für den Lernprozess zugeben.
 

Führung bedeutet wohlwollendes Leiten und Lenken. Damit der Mensch eine souveräne Führung des Hundes übernehmen kann, muss auch die Kommunikation zwischen dem Menschen und seinem Hund stimmen. Dazu ist es notwendig, eine gemeinsame Kommunikationsbasis zu schaffen. Der Hund muss verstehen, was wir von ihm möchten und er muss überwiegend in unseren Verhalten einen Vorteil für sich erkennen. Dann entwickelt er Vertrauen in die wohlwollende Führungskompetenz seines Menschen. 
 

Ein weiterer wichtiger Aspekt unseres Trainings ist die Berücksichtigung der körpersprachlichen Ausdrucksweise (von Hund und Mensch) und wir zeigen welche Wirkungen der optimale Einsatz von Körpersprache und Stimme hat. Körpersprachliche Bedrohung des Hundes um unerwünschtes Verhalten zu korrigieren, wenden wir bei HUNDUM® nicht an. 
 

Zu viel Stress kann das Lernen stark einschränken, sogar unmöglich machen. Wir berücksichtigen diesen Faktor in unserer Trainingsgestaltung.
 

Wir bevorzugen die Führung des Hundes an einem Brustgeschirr. Siehe dazu „Brustgeschirr und Halsband“ auf unserer Homepage. Ein breites Halsband kann aber zusätzlich notwendig sein.

„Wer mit dem Herzen sieht, erkennt die Seele in jedem Tier.“

Verfasser unbekannt