Wie alles begann

HUNDUM® – alles um den Hund herum… ein Wortspiel, dass meine umfassende Sichtweise auf das Thema Mensch Hund darstellt. 

Der Weg zu HUNDUM® begann mit eigenen zu lösenden Problemen.

Mit dem Einzug meiner Hovawarthündin Cora begann die Suche nach dem für mich passenden Weg für die Erziehung und Ausbildung meiner Hündin. Es ist eine große, anspruchsvolle Hunderasse und ich wollte möglichst viel richtig machen. So schnupperte ich zuerst in verschiedenen Hundevereinen, dann nahm ich an Kursen in privaten Hundeschulen teil. Die Arbeit über den Einsatz von Strafe, insbesondere der Zuführung von Schreckreizen (z.B. Ketten, Discs und Wasserspritzen), körpersprachlicher Bedrohung und Leinenruck, sowie unsinniges Ignorieren und Frustrieren des Hundes ließen mich allerdings nie lange verweilen. Altbackene Rangordnungsregeln, die jeder sozialen Kompetenz widersprachen, taten ihr Übriges, um mich und meine Hündin zu verunsichern. Denn das, was ich umsetzen sollte, entsprach nicht meiner inneren Auffassung von respektvollem Umgang mit Tieren. Unerwünschtes Verhalten, entstanden durch Vertrauensmangel und Missverständnissen in der Kommunikation sowie ein Schmerzproblem, all das wurde zu diesem Zeitpunkt von keinem der von mir konsultierten Trainer erkannt. „Typisch Hovawart“ war nur eine der Fehleinschätzungen. 

Also musste ich mein eigener Hundetrainer werden. Es musste doch möglich sein, Hunde freundlich, mit positiver Motivation auszubilden und Grenzen ohne körperlichen Schmerz und psychischen Druck zu setzen! So machte ich mich auf die Suche nach umfassenden Lösungsmöglichkeiten. Ich suchte gewaltfreie Erziehungsansätze für Hunde, die soziale Bedürfnisse, Persönlichkeit, Erfahrungen und Rassespezifik berücksichtigen; die auf Vertrauen, Verstehen und Respekt beruhen; die direkte Kommunikation mit dem Hund ermöglichen und die positive Lernmethodik beinhalten. Mein Erkenntnis-Weg führte mich über Hundevereine, Hundeschulen, Institute, Ausbildungszentren mit unterschiedlichen Lehransätzen und verschiedenen Sicht- und Arbeitsweisen. 
>> Kynologischer Werdegang

Mit der Arbeit an den Problemen und deren Lösung wurde mir klar: Fast alle Probleme, außer ein Teil der gesundheitlichen hätten vermieden werden können. Nun wurde es mir wichtig, meine Erkenntnisse zu erweitern, das Wissen und die Erfahrungen nicht nur für mich und meine Hunde zu nutzen, sondern es weiterzugeben. So entwickelte sich HUNDUM®. Seit 2002 coache ich Menschen und ihre Hunde, im Jahr 2007 eröffnete ich das Fachgeschäft HUNDUM® in Leipzig mit einem großartigen Team. Das sortierte und geprüfte Angebot reicht von artgerechtem Hundezubehör bis zur naturnahen Ernährung. Seminare, Workshops, die Ausrichtung von Sachkundenachweisen und viele Vorträge waren und sind ein Teil des Angebotes. Die Tierheilpraxis natursinn https://www.tierheilpraxis-natursinn.de rundet unser Angebot ab.

Durch die Änderung des Tierschutzgesetzes 2014 musste ich eine zusätzliche Überprüfung meiner Arbeit und Sachkunde ablegen, um mit meinem Projekt HUNDUM® weiter arbeiten zu dürfen. Im Januar 2015 erhielt ich nach erfolgreicher theoretischer sowie praktischer Prüfung die Zertifizierung durch die Tierärztekammer Niedersachsen und die Zulassung durch das Veterinäramt Borna.

Regelmäßige, praktische und theoretische Weiterbildung und der damit verbundene Austausch mit Kollegen, ist für mich unerlässlich, um immer auf dem neusten Wissensstand rund um meine Arbeit mit Hund und Mensch zu sein. Von 2010 bis zu seiner Auflösung 2020 war ich Mitglied im Trainernetzwerk “BerufungHund”. Ab 2012 war ich zusätzlich Mitglied im Berufsverband IBH e.V.  Internationaler Verband für Hundetrainer und -Unternehmer. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich entschlossen ab 2024 keinem Verein mehr anzugehören. Meinen regelmäßigen, persönlichen und fachlichen Austausch mit Kollegen meines Herzens kann ich effektiver, intensiver, herzlicher und um vieles kostengünstiger in kleinerem Kreis realisieren und in den Auswahlmöglichkeiten für meine Weiterentwicklung bin ich freier. Der Persönlichkeitsentwicklung des Menschen kann damit mehr Raum gegeben werden.

Wissenswertes zum Berufsbild: Es gibt in Deutschland nach wie vor keine geregelten Ausbildungsrichtlinien für das Berufsbild des Hundetrainers, Tierpsychologen, wie immer man dieses Berufsbild bezeichnen möchte. Jede Schule hat ihre eigenen Ausbildungsansätze und Inhalte. Seit Änderung des Tierschutzgesetzes 2014 müssen sich (nur) gewerblich arbeitende Hundetrainer vor Aufnahme ihrer Tätigkeit einer Prüfung bei ihrem zuständigen Vet. Amt unterziehen oder die Prüfung einer zugelassenen Prüfungsstelle vorlegen. Tierärzte und Vereinstrainer sind davon ausgenommen. Weiterbildungen für überprüfte Trainer sind in Sachsen nicht verpflichtend. Die Ratschläge und Anleitungen gehen also weiterhin sehr weit auseinander und sind oftmals leider immer noch tierschutzrelevant. Von der Klapperbüchse, der Wasserspritze, den körpersprachlichen Bedrohungen, alles findet sich noch auf dem Markt. Der Einsatz von Angst und Schreck, ist oft sehr subtil im Training präsent und wird als „richtig“, „notwendig“, „artgerecht“ vermittelt. 

Grundsätzlich lehne ich die Arbeit mit Angst-, Schmerz- und Schreckreizen (Wasserspritzen, Klapperbüchsen, Leinenrucken, körpersprachlicher Bedrohung) und den bewussten Einsatz von Verunsicherung des Hundes ab.

 In diesem Sinne freue ich mich, Sie und Ihren Hund kennenzulernen!